Deutschland und Frankreich haben sich in Paris gemeinsame Ziele für die Zukunft gesetzt. Die Kabinette beider Regierungen beschlossen eine "deutsch-französische Agenda 2020". Insgesamt 80 Projektvorschläge werden die Zusammenarbeit in den kommenden zehn Jahren vertiefen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy waren sich nach den Gesprächen einig: die deutsch-französische Zusammenarbeit soll künftig so effizient und so konkret wie möglich gestaltet werden.
Die Unterzeichnung des Elysee-Vertrags vor 47 Jahren war ein mutiger politischer Schritt und zugleich der Grundstein für eine tiefe Freundschaft und Partnerschaft. Staatsminister Dr. Werner Hoyer und sein französischer Amtskollege Staatssekretär Pierre Lellouche legten am siebten Deutsch-Französischen Tag Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Sarkozy Vorschläge für gemeinsame Initiativen vor.
Die beiden Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit wollten bei diesem Treffen ihre gemeinsame Arbeit zur Vorbereitung des Deutsch-Französischen Ministerrats, der in Kürze in Paris tagt, fortsetzen. Gegenstand der Gespräche waren außerdem aktuelle europäische Fragen, so zum Beispiel die Umsetzung des Europäischen Auswärtigen Dienstes, die Energiepolitik der EU, die Vorbereitung der Strategie "EU 2020" und die Erweiterung.
Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Dr. Werner Hoyer, traf am 17.12. in Berlin seinen französischen Amtskollegen, den Staatssekretär für europäische Angelegenheiten und Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit, Pierre Lellouche. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Vorbereitungen für den kommenden Deutsch-Französischen Ministerrat am 4. Februar in Paris. Für die weitere Vorbereitung wird Staatsminister Hoyer voraussichtlich am 07.01. nach Paris reisen.
Das Treffen diente der Vorbereitung des nächsten Deutsch-Französischen Ministerrats Anfang 2010 in Frankreich und ersten Überlegungen zum nächsten Deutsch-Französischen Tag am 22. Januar 2010.
Auf der Pressekonferenz im Anschluss an das Berliner Treffen betonten Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble und seine französische Amtskollegin Christine Lagarde ihr Vorhaben, die Staatsdefizite beider Länder trotz Wirtschafts- und Finanzkrise weiter zu reduzieren und damit langfristig die Ziele des europäischen Stabilitätspaktes zu wahren.
Als erste deutsche Bundeskanzlerin hat Angela Merkel am Mittwoch in Paris an den Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Ersten Weltkriegs teilgenommen.
Die Geste, als deutsche Regierungschefin zum "Armistice-Tag" eingeladen worden zu sein, wisse sie sehr zu schätzen, sagte Merkel.
Der Staatspräsident griff den Vorschlag des Staatssekretärs für europäische Angelegenheiten, Pierre Lellouche, gerne auf, als Zeichen der Freundschaft und der Solidarität Frankreichs gegenüber dem deutschen Volk auf der Place de la Concorde in Paris ein großes Volksfest zu feiern.
Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Dr. Werner Hoyer, nahm am Montag (09.11.) in Paris gemeinsam mit Premierminister François Fillon und seinem französischen Amtskollegen Pierre Lellouche an den vom französischen Außenministerium veranstalteten Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls teil.
Dieser Besuch gehörte zu den ersten Auslandsreisen von Herrn Westerwelle und zeigt, zusammen mit dem Besuch der Bundeskanzlerin am 28. Oktober in Paris, welch bevorzugter Platz der deutsch-französischen Zusammenarbeit eingeräumt wird.