Aktuelles

26 Juli
2016

Außenminister Steinmeier zum Anschlag auf Kirche in Nordfrankreich

Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte am Nachmittag des 26. Juli 2016 am Rande seiner Reise nach Moldau:

"Ich bin tief betroffen von den Nachrichten aus Frankreich. Noch einmal hat der Terrorismus zugeschlagen, diesmal im Norden Frankreichs, in einer Kirche. Der fanatische, mörderische Hass macht jetzt noch nicht einmal Halt vor Gotteshäusern und Gläubigen.

Wir trauern mit den Opfern der heutigen Bluttat und ihren Angehörigen. Wir stehen an der Seite unserer französischen Freunde, in guten Zeiten und, wie jetzt, auch in Zeiten der Trauer.

Wir sind entschlossen, gemeinsam mit unseren Partnern dem Terrorismus die Stirn zu bieten. Die Tätern wollen nicht nur Terror verbreiten, sondern auch Zwietracht in unseren Gesellschaften säen. Es ist unsere Aufgabe, die von jedem Einzelnen, in besonderer Weise aber der politisch Verantwortlichen, diese Rechnung nicht aufgehen zu lassen.

Wir werden unsere Werte, unsere Freiheit und unsere Art zu leben nicht aufgeben."

19 Juli
2016

Deutsch-Französische Plattform "Schulen-Unternehmen"

Aus- und Weiterbildung

Die AHK Frankreich und die Académie de Paris haben ein gemeinsames Projekt „Schulen – Unternehmen“ ins Leben gerufen, um Schüler und Unternehmen besser zu vernetzen.

Ziel dieser deutsch-französischen Plattform ist die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen, um der Jugend den Berufseinstieg wesentlich zu erleichtern.

Weiter Hinweise finden Sie hier:

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15 Juli
2016

Außenminister Steinmeier zum Anschlag in Nizza:

Außenminister Steinmeier sagte angesichts des Anschlags in Nizza:
"Ein Tag, der der Freude und dem Stolz auf die französische Nation gewidmet war, ist tragisch zu Ende gegangen und hat viele Menschen sinnlos in den Tod gerissen.‎ Friedlich feiernde Menschen mussten sterben oder ringen ums Überleben. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und dem ganzen französischen Volk. Wir trauern mit Frankreich‎ und stehen in diesen schweren Momenten fest an seiner Seite."

14 Juli
2016

Staatsminister Roth lädt zu europapolitischen Beratungen

3. Tegeler Sommerkonferenz

Frankreich, Schweden und Deutschland werden weiterhin die Europäische Integration voranbringen und sich auch in Zukunft für ein soziales und solidarisches Europa einsetzen. Bei der 3. Tegeler Sommerkonferenz am 11.07. in der Villa Borsig verabschiedeten die Europaminister dieser drei Länder eine gemeinsame Erklärung, die unter anderem mehr Investitionen in Arbeit und Bildung vorschlägt.
mehr:

4 Juli
2016

Deutsch-Französischen Parlamentspreis: Bewerbungsschluss 16. September 2016

Der Deutsche Bundestag und die Assemblée nationale verleihen seit 2008 alle zwei Jahre den Deutsch-Französischen Parlamentspreis für wissenschaftliche Arbeiten, die zu einer besseren gegenseitigen Kenntnis der beiden Länder beitragen.

Um die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung können sich deutsche und französische Staatsbürger bewerben, die ein juristisches, wirtschafts-, sozial-, politik- oder anderes geisteswissenschaftliches Werk verfasst haben, das als selbständige Veröffentlichung erschienen ist. Gemeinschaftswerke von bis zu drei Verfassern können berücksichtigt werden, wenn sich alle Autoren gemeinsam bewerben und einen wesentlichen und nachvollziehbaren Beitrag zum Gesamtwerk geleistet haben.


Voraussetzungen

Die Arbeit muss in deutscher oder französischer Sprache abgefasst sein. Pro Bewerber wird nur jeweils eine Arbeit in das Verfahren aufgenommen. Es werden sowohl Eigenbewerbungen als auch Nominierungen durch Dritte akzeptiert.

Der Bewerbung sind beizufügen:
- drei Exemplare des Werkes
- ein Bewerbungsschreiben von höchstens einer Seite
- ein Lebenslauf von höchstens zwei Seiten
- eine Zusammenfassung des eingereichten Werkes von höchstens drei Seiten

Der Einsendeschluss ist der 16. September 2016.

Deutsche Bewerber richten ihre Bewerbung an:

Deutscher Bundestag
Wissenschaftliche Dienste
Fachbereich WD 1
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Tel.: +49 (0)30 227 38630
Fax: +49 (0)30 227 36464
E-Mail: deutsch-franzoesischer-preis@bundestag.d

30 Juni
2016

Deutsch-Französischer Journalistenpreis (DFJP) 2016 verliehen, fünf Sieger in fünf Kategorien

Großer Deutsch-Französischer Medienpreis an Jean Asselborn, bedrohte Presse- und Meinungsfreiheit Hauptthema bei der Preisvergabe

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie ist am Abend des 29.6. in Berlin der Deutsch-Französische Journalistenpreis (DFJP) vergeben worden. Die Auszeichnung wurde im Allianz Forum in den Kategorien Video, Audio, Textbeitrag, Multimedia und Nachwuchs verliehen. Zudem erhielt der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn den Großen Deutsch-Französischen Medienpreis für sein Engagement gegen die Beschneidung der Presse- und Meinungsfreiheit in einigen Staaten Osteuropas, in der Türkei und darüber hinaus.

In seiner Rede vor mehr als 300 geladenen Gästen aus beiden Ländern sagte der Vorstandsvorsitzende des DFJP und Intendant des Saarländischen Rundfunks, Professor Thomas Kleist, Asselborn habe angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa in den vergangenen Monaten immer wieder deutlich gemacht, wo für ihn Grenzen überschritten werden. "In einer demokratischen Gesellschaft reicht es nicht aus, wenn Politiker und Intellektuelle die Wechselbeziehungen zwischen einem vereinten Europa und den Grundwerten von Frieden und Freiheit richtig einordnen können. Dazu bedarf es vielmehr auch eines breiten Konsenses in der Bevölkerung, das ist die eigentliche Lehre, die wir aus der Abstimmung zum Brexit ziehen müssen", sagte Professor Thomas Kleist. "Daher bin ich der festen Überzeugung, dass eine gemeinsame europäische Vision langfristig nur dann eine realistische Chance auf Verwirklichung hat, wenn es uns gelingt, aus dem politischen Raum einen realen gemeinsamen europäischen Kommunikationsraum zu schaffen. Hierfür brauchen wir europaweit unabhängige Medien sowie Journalistinnen und Journalisten, die diese Vision tagtäglich als Arbeitsauftrag verstehen. Auch der Deutsch-Französische Journalistenpreis sieht sich in seiner langjährigen Tradition genau diesem Ziel verpflichtet“, so Kleist weiter.
Der luxemburgische Außenminister betonte hingegen: „Die Presse muss die Regierungen kontrollieren und nicht die Regierungen die Presse.“ Natürlich müssten dabei Grundregeln eingehalten werden. „Aber diese werden durch allgemeine Gesetzgebung festgelegt und nicht durch einen parteipolitisch dominierten Medienrat“, erklärte Asselborn. „Die EU kann keinen Dialog über Grundrechte führen, wenn sie diese nach innen selbst verletzt.“
Der Botschafter der Republik Frankreich, Philippe Etienne, verwies demgegenüber auf die Bedeutung der Medien zur Lösung der aktuellen Vertrauenskrise. „Journalismus und Medien sind für das gegenseitige Verständnis in Deutschland und Frankreich von herausragender Bedeutung. In diesen für das europäische Projekt turbulenten, aber auch wichtigen Zeiten leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Bildung einer europäischen öffentlichen Meinung.“
Gastredner für die Bundesregierung war der Erste Bürgermeister von Hamburg, Olaf Scholz, in seiner Funktion als Bevollmächtigter für die deutsch-französischen kulturellen Angelegenheiten. Scholz betonte: „Europa befinde sich in einer besonderen Situation. Die Bürger nutzen die Freizügigkeit, der Binnenmarkt sichert Arbeitsplätze und überall profitieren Regionen von EU-geförderter Infrastruktur. Dennoch gibt es auch Kritik und Skepsis. In Großbritannien hat eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für den Austritt gestimmt“. Die Medien hätten deshalb eine große Verantwortung. Scholz wörtlich über Jounalisten: „Sie sind diejenigen, die die Elemente einer Sprache Europas entwickeln. Sie schreiben, erklären und motivieren. Sie sind in der Lage, die Grenzen der Verständigung zu erweitern und Konsens zu vermitteln. Es geht es um politische Konzepte und um Kommunikation. Europa ist es wert, verstanden zu werden.“
Die Preise im Gesamtwert von 30 000 Euro wurden verliehen an:
• Christian Dassel und Clemens Gersch für „#jesuischarlie: Ein Hashtag und die Folgen“ (WDR, Kategorie Video)
• Pascal Dervieux für „Immigration en Allemagne : le tournant ?“ (France Inter, Kategorie Audio)
• Leo Klimm für „Chef-Köche“ (Capital, Kategorie Textbeitrag)
• Christian Beetz, Jakob Vicari, Jens-Uwe Grau und Tanja Schmoller für „Falcianis SwissLeaks“ (falciani-arte.info.tv, Kategorie Multimedia)
• Laetitia Grevers (in Zusammenarbeit mit Gabriela Herpell, Alex Rühle und Lorenz Wagner) für „Wir klingen alle so, als müsste uns irgendwer erlösen„ (Süddeutsche Zeitung Magazin, Kategorie Nachwuchspreis, mit der Unterstützung vom Deutsch-Französischen Jugendwerk).
Durch die Veranstaltung führte die ARD-Moderatorin Charlotte Maihoff; für die musikalische Untermalung und große Begeisterung sorgten die Zwillingsbrüder von „Zweierpasch“ mit ihrem deutsch-französischem HipHop. Die Verleihung wurde dieses Jahr von der Allianz Kulturstiftung und Villeroy & Boch besonders unterstützt.
Der Deutsch-Französische Journalistenpreis gehört zu den wichtigsten Medienpreisen in Europa. Er wurde 1983 vom Saarländischen Rundfunk ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden herausragende journalistische Arbeiten, die zu einem besseren Verständnis zwischen Deutschland, Frankreich und ihren europäischen Nachbarn beitragen. Mitglieder des Preises sind das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), Deutschlandradio, France Télévisions, Saarbrücker Zeitung, ARTE, Deutsche Welle, SaarLB , Europe 1, Gustav Stresemann Institut, Le Républicain Lorrain, Deutsches Städte-Network, Radio France, Deutsch-Französisches Jugendwerk, Deutsch-Französische Hochschule, Fondation Robert Schuman, Stiftung Genshagen und der Saarländische Rundfunk als Federführer.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.dfjp.eu.
Weitere Informationen unter: www.dfjp.eu
Facebook: Deutsch-Französischer Journalistenpreis - DFJP / PFAJ e.V.
Twitter: @DFJP_PFAJ
Deutsch-Französischer Journalistenpreis
c/o Saarländischer Rundfunk
Funkhaus Halberg - D-66100 Saarbrücken
Tel: +49 681 602-2407 - Fax: +49 681 602-2408
mailto:info@dfjp.eu - Internet: http://www.dfjp.eu

28 Juni
2016

Ein starkes Europa in einer unsicheren Welt

Gemeinsamer Beitrag des französischen Außenministers Jean-Marc Ayrault und Außenminister Frank-Walter Steinmeiers.

Die britische Entscheidung bedeutet einen Einschnitt in der Geschichte der europäischen Einigung. Mit Großbritannien verliert die Europäische Union nicht nur einen Mitgliedstaat, sondern auch Geschichte, Tradition und Erfahrung, die uns auf unserem gemeinsamen Weg in den letzten Jahrzehnten geprägt hat. Auch deshalb nehmen Deutschland und Frankreich mit Bedauern zur Kenntnis, dass das britische Volk für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU gestimmt hat. Diese Entscheidung führt zu einer neuen Lage und sie wird Konsequenzen sowohl für Großbritannien, als auch für die gesamte EU haben.
mehr:

16 Juni
2016

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière ist auf Einladung seines französischen Amtskollegen, Bernard Cazeneuve, am 15. Juni 2016 zu politischen Gesprächen nach Paris gereist.

Ihm wurde dabei die seltene Ehre zuteil, als deutscher Bundesminister an der Sitzung des französischen Kabinetts teilzunehmen. Außerdem führte de Maizière Gespräche mit Mitgliedern des Innen- und EU-Ausschusses des französischen Parlaments (Assemblée Nationale) und traf auf die aus Deutschland entsandten Polizisten, die die französischen Behörden bei der Gewährleistung der Sicherheit bei der Fußball Europameisterschaft unterstützen.
mehr: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/K...

15 Juni
2016

Kein Weg zu weit: Frankreichs Außenminister Ayrault besucht Steinmeier in Brandenburg

Außenminister Steinmeier und sein französischer Amtskollege Ayrault haben sich am Mittwoch (15.06.) in Brandenburg an der Havel getroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Ukrainekrise und der Zusammenhalt in der Europäischen Union.

Willkommener Tapetenwechsel

Steinmeier und Ayrault kennen sich schon seit Jahrzehnten und haben in den unterschiedlichsten politischen Ämtern zusammengearbeitet - etwa als Franktionsvorsitzende der französischen Parti Socialiste beziehungsweise der deutschen Sozialdemokratischen Partei. Längst kann keiner mehr zählen, wie oft sie sich schon in ihren jeweiligen Hauptstädten besucht haben. Daher kam der Tapetenwechsel gelegen, als sich die beiden Außenminister in Steinmeiers politischer Heimat Brandenburg an der Havel trafen. Die Kulisse für die Gespräche bot das berühmte Dominikanerkloster Sankt Pauli.

Vor dem britischen Referendum

Die Delegationsgespräche drehten sich insbesondere um zwei aktuelle außenpolitische Themen. Gut eine Woche vor dem britischen Referendum über den Verbleib des Landes in der EU sprachen Steinmeier und Ayrault über die Gefahren durch rechtspopulistische und euroskeptische Strömungen in Europa. Beide waren sich einig, dass das Wiederaufflammen von Nationalismen am besten verhindert werden kann, indem die EU Handlungsfähigkeit beweist und zu vernünftigen Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit findet. Mit Blick auf das Referendum sagte Steinmeier: "Europa würde vieles fehlen, wenn Großbritannien sich für ein Austreten entscheiden sollte."

Umsetzung des Minsker Abkommens

Das zweite Thema steht schon allzu lang auf der Tagesordnung: Die Lage in der Ostukraine. Denn die Umsetzung der Minsker Friedensvereinbarung geriet zuletzt wegen der Uneinigkeit der Konfliktparteien zu Sicherheitsfragen und dem ausstehenden Lokalwahlgesetz ins Stocken. "Deutschland und Frankreich arbeiten mit aller Kraft daran, Fortschritte bei der Umsetzung des Minsk-Abkommens zu erzielen", so Steinmeier nach dem Gespräch. Gleichzeitig zum Brandenburger Treffen waren zu diesem Zweck Diplomaten aus Berlin und Paris nach Kiew gereist. Das gemeinsame Engagement für eine Lösung in der Ukraine verbindet die beiden Minister seit Beginn der Amtszeit Ayraults. Denn dessen erste Dienstreise führte ihn im Februar 2016 gemeinsam mit Außenminister Steinmeier nach Kiew.

Nach den Gesprächen unternahmen die beiden Minister noch eine gemeinsame Tour durch die Stadt Brandenburg an der Havel, inklusive Bootsfahrt. Denn wirklich guten Freunden zeigt man schließlich auch gerne sein Zuhause.

11 Juni
2016

Gemeinsame Klausurtagung

Am 9. und 10. Juni trafen sich leitende Mitarbeiter der Europaabteilungen des deutschen und des französischen Außenministeriums im Gästehaus des Auswärtigen Amtes in Berlin Tegel zu ihrer dritten Klausurtagung. Die intensiven und von großem gegenseitigem Vertrauen geprägten Gespräche waren insbesondere Migration, Hybride Bedrohungen und das Verhältnis Großbritannien- EU. Die regelmäßigen Klausuren sind Ausdruck der engen europapolitischen Zusammenarbeit zwischen französischen und deutschen Diplomaten.