Mit einem Besuch in Paris hat Bundespräsident Christian Wulff am Mittwoch (7. Juli) den ersten Tag seiner ersten Auslandsreise beendet. Wulff wurde am späten Nachmittag im Élyséepalast vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy empfangen.
«Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl, weil es eine bewusste Entscheidung war, den ersten Auslandsbesuch in Frankreich zu machen», sagte Wulff nach seinem etwa 45-minütigen Treffen mit Sarkozy. Er hoffe, dass verstanden worden sei, dass ihm Frankreich sehr wichtig ist und dass ihm die deutsch-französischen Beziehungen am Herzen liegen.
«Deutschland und Frankreich sind zwei zentrale Länder in der Europäischen Union», fügte Wulff hinzu. «Wenn die zusammenstehen, wenn die sich einig sind - über die Neuordnung der Finanzmärkte, über Weltklimapolitik, über die Verbesserung der Institutionen Europas - dann kommt es in der Regel voran. Dies erwarteten auch andere kleinere und mittelgroße Länder».
Bei der ersten Station der Reise hatte Wulff am Vormittag das Europaparlament in Straßburg besucht und das europäische Engagement Deutschlands unterstrichen. Er habe bewusst als erstes Reiseziel das Parlament in Straßburg ausgesucht, «um ein Zeichen zu setzen», sagte Wulff nach einem Treffen mit dem Präsidenten des Europaparlaments, Jerzy Buzek. «Die pro-europäische Politik Deutschlands werde ich nach Kräften als Präsident der Bundesrepublik Deutschland unterstützen.» Die europäische Integration müsse fortgesetzt werden.
(Nachrichten aus Deutschland)