Deutsch-französischer Entdeckertag 2012

Zum alljährlichen Entdeckertag öffnen deutsche und französische Einrichtungen ihre Pforten, damit Schüler des Partnerlandes einen Tag lang die binationale Zusammenarbeit in der Arbeitswelt hautnah miterleben können. Das soll nicht nur über die berufliche Perspektiven im deutsch-französischen Kontext informieren, sondern junge Menschen auch motivieren, die Sprache des Partnerlandes zu erlernen. Seit 2006 ist der auf Initiative der seinerzeitigen Beauftragten für die Deutsch-Französische Zusammenarbeit entstandene Entdeckertag ein fester Bestandteil des deutsch-französischen Tages, an dem alljährlich am 22. Januar (Unterzeichnung des Elysée-Vertrags 1963) gefeiert wird.
In Partnerschaft mit dem Auswärtigen Amt veranstaltete das Deutsch-Französische Jugendwerk am 24. Januar 2012 den bereits sechsten Entdeckertag unter persönlicher Teilnahme der beiden DFJW-Generalsekretäre Béatrice Angrand und Markus Ingenlath. Sechzehn Schülerinnen und Schüler der Abibac-Klasse der Rückert Oberschule besuchten gemeinsam mit Staatsminister Michael Link und dem französischen Europaminister Jean Leonetti eine Berliner Wasserstofftankstelle, die von Total Deutschland im Rahmen der Clean Energy Partnership betrieben wird. In einer der weltweit größten Anlagen ihrer Art prüfen die Betreiber der Wasserstofftankstelle die Alltagstauglichkeit dieser neuen Technologie.
An diesem Pionierprojekt konnten sich die Jugendlichen davon überzeugen, wie sich der scheinbar ferne Zukunftstraum einer sauberen Mobilität durch deutsch-französische Zusammenarbeit bereits heute realisieren lässt. Nach einer Führung durch die Tankstelle erfuhren die Schüler in einem ausführlichen Gespräch mit den Ministern Link und Leonetti, welche Chancen und Möglichkeiten die deutsch-französische Partnerschaft bei der Erforschung neuer Mobilitätskonzepte bietet. Es wurde deutlich, dass Deutschland und Frankreich als Hightech-Standorte und Heimat der größten europäischen Automobilhersteller nicht nur über bedeutende technische Möglichkeiten verfügen, sondern darüber hinaus auch eine besondere Verantwortung für die Zukunft der Mobilität tragen. Dass diese neue Technologie auch alltagstauglich ist demonstrierte die anschließende Fahrt im Wasserstoffbus der Berliner Verkehrsbetriebe von der Tankstelle zum Auswärtigen Amt.

Im Anschluss an den Besuch der Wasserstofftankstelle befragten die Teilnehmer gemeinsam mit einer Berliner Studentengruppe Staatsminister Michael Link und seinen französischen Amtskollegen Leonetti im Internationalen Club des Auswärtigen Amtes zu Zustand und Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen. Die Eurokrise und das deutsch-französische Krisenmanagement kamen dabei genauso zur Sprache wie das 50-jährige Jubiläum des Elysée-Vertrags.
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