Zusammensetzung der Jury für den Deutsch-Französischen Adenauer-de Gaulle-Preis

Die Preisträger des De Gaulle-Adenauer-Preises werden jedes Jahr von einer deutsch-französischen Jury unter dem gemeinsamen Vorsitz der Generalsekretäre für deutsch-französische Zusammenarbeit ausgewählt. Die aus fünf französischen und fünf deutschen Mitgliedern bestehende Jury vertritt die Gesellschaft der beiden Länder in ihrer ganzen Vielfalt und bringt Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien zusammen. Die Mitglieder der Jury werden für eine vierjährige Amtszeit, derzeit von 2017 bis 2020, berufen.

Von französischer Seite ernannte Mitglieder

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Béatrice Angrand begann ihre Laufbahn im französischen Kulturnetzwerk im Ausland, zunächst als Direktorin des Institut français in Rostock und später des französischen Kulturzentrums in Timisoara (Rumänien). Nach einer Ausbildung in Vorbereitungskursen an der Henri-IV-Hochschule und später in modernen Sprachen an der Sorbonne-Universität begann Béatrice Angrand ihre Laufbahn im französischen Kulturnetzwerk im Ausland. Danach wechselte sie zum deutsch-französischen Sender ARTE, wo sie als Beraterin des französischen und deutschen Präsidenten sowie als Projektleiterin für das Unternehmen tätig war. Seit 2009 ist Beatrice Angrand Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Büros für Jugend (OFAJ).

Biographie von Beatrice Angrand: https://www.ofaj.org/beatrice-angrand


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David Capitant studierte Rechtswissenschaften in Nizza, Bonn, Paris und Heidelberg. Er ist Doktor der Grundrechte in Deutschland und Rechtswissenschaftler. Er ist Professor für Rechtswissenschaften an der Universität Lille 2 und seit 2001 an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne, wo er das German Law Centre leitet. Er ist spezialisiert auf Rechtsvergleichung, insbesondere auf deutsches öffentliches Recht. Seit dem 1. Januar 2016 ist David Capitant Vizepräsident der Deutsch-Französischen Universität.

Biographie von David Capitant: www.dfh-ufa.org/fr/


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Gunnar Graef, Jahrgang 1970, ist einer der Pioniere des mobilen Internets in Europa. Er ist Unternehmer, Investor und Professor für Entrepreneurship bei ESCP Europe. Er hat fünfzehn Technologieunternehmen in Frankreich und Deutschland gegründet und an der Entwicklung dieser Firmen mitgewirkt, darunter Airtag, indexMultimedia, Gestigon, Deutsche Ventures und Betterplace. org. Außerdem war er Mitbegründer und Leiter von DHL Globalmail. Gunnar Graef begann seine Karriere als Strategieberater in einer amerikanischen Anwaltskanzlei nach seinem Studium in Paris, Berlin, Oxford und Shanghai. Er ist Absolvent der ESCP Europe und Ingenieur der TU Berlin. Außerdem studierte er an der Ecole Nationale d’ Administration (Promotion Marc Bloch).

Biographie von Gunnar Graef: https://www.linkedin.com/in/gunnargraef


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Karl De Meyer ist seit 20 Jahren Journalist. Er arbeitete für L’ Européen, L’ Expansion und La Tribune, bevor er im Jahr 2000 zu Les Echos kam. Er war EU-Korrespondent in Brüssel (2003-2008), danach Korrespondent in Berlin (2008-2012) und New York (2012-2015). Danach übernahm er die Chefredaktion der Monatszeitschrift Enjeux-Les Echos, bevor er Chefredakteur der Wochenzeitung "Les Echos Weekend"wurde. Seit 2015 nimmt er am jährlichen Deutsch-Französischen Forum teil, das gemeinsam von Les Echos und Handelsblatt organisiert wird, und verfolgt die deutsch-französischen Nachrichten.


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Nawel Rafik-Elmrini ist seit 2002 als Rechtsanwältin tätig und ist seit 2008 stellvertretende Bürgermeisterin von Straßburg für europäische und internationale Beziehungen, Städtepartnerschaften, dezentralisierte Zusammenarbeit und Menschenrechte zuständig. Sie vertritt den Bürgermeister von Straßburg in dieser Funktion bei allen europäischen Institutionen. Seit 2008 ist sie auch Beraterin der Eurométropole de Strasbourg. Erste stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für aktuelle Fragen und Mitglied des Präsidiums der Sozialdemokratischen Fraktion des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates, sie befasst sich insbesondere mit Fragen der Bildung für die europäische Staatsbürgerschaft, der kulturellen Vielfalt und der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen. Frau Rafik-Elmrini ist Präsidentin des Informationszentrums für europäische Institutionen und Vizepräsidentin des französischen Verbandes der Gemeinden und Regionen Europas (AFCCRE) und des Fremdenverkehrsamtes Straßburg und seiner Region.


Von deutscher Seite ernannte Mitglieder

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Peter Boudgoust wurde am 16. Dezember 1954 geboren und studierte von 1973 bis 1978 Rechtswissenschaften in Heidelberg und Mannheim. Nach seinem juristischen Vorbereitungsdienst war er von 1981 bis 1994 in verschiedenen Funktionen in den Verwaltungsabteilungen Baden-Württembergs tätig. 1995 wurde Herr Boudgoust General Counsel und Chief Financial Officer des Rundfunk- und Fernsehsenders SDR, bevor er nach der Fusion die Leitung des Südwestrundfunks (SWR) übernahm. Im Jahr 2007 übernahm er die Geschäftsführung von Peter Voß und leitet seitdem das zweitgrößte Unternehmen der ARD. Seit 2007 bekleidete Herr Boudgoust verschiedene Positionen im deutsch-französischen Kultursender ARTE. Er war insbesondere Vorsitzender der ARTE Deutschland Hauptversammlung. Seit Januar 2016 ist Herr Boudgoust Vorsitzender des Verwaltungsrats des Kraftwerks ARTE GEIE in Straßburg.


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Franziska Brantner wurde 1979 in Lörrach im Dreiländereck (Deutschland, Frankreich und Schweiz) geboren. Nach dem Abitur am deutsch-französischen Gymnasium in Freiburg mit einem Bachelor-Abschluss in Deutsch und Französisch erwarb sie in Paris und an der Columbia University in New York ein Doppeldiplom in Po Sciences und promovierte an der Universität Mannheim. Von 2009 bis 2013 war sie Mitglied des Europäischen Parlaments und seit 2013 Mitglied der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. Sie ist stellvertretendes Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union im Bundestag sowie stellvertretende Vorsitzende der Interparlamentarischen Freundschaftsgruppe Frankreich-Deutschland. Frau Brantner ist auch Mitglied des Präsidiums des Deutsch-Französischen Instituts.


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Tobias Bütow, geboren 1978 in Magdeburg, ist Präsident des Deutsch-Französischen Kulturzentrums in Nizza. Er studierte Politikwissenschaft und Zeitgeschichte und arbeitete für Action Sign of Reconciliation - Peace Services (ASF) in Jerusalem, Israel, und für die OSZE in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina. 2010 schickte ihn das Deutsche Akademische Austauschamt (DAAD) als Fachgutachter zum International Centre for European Training (CIFE) nach Nizza, wo er zunächst ein dreisprachiges europäisches Curriculum leitete, bevor er 2014 die Verantwortung für das Mittelmeerprogramm (Nice-Tunis-Rome-Istanbul) übernahm. Herr Bütow ist ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Schwarzkopf-Stiftung und war von 2003 bis 2013 Juryvorsitzender für den Europa-Preis der Stiftung.


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Daniel Hager wurde am 13. März 1972 geboren. Seinen Bachelor-Abschluss erwarb er 1990 am International Rosey Institute in Rolle-Gstaad, Schweiz. Anschließend studierte er an der Solvay Business School in Brüssel und an der Universität Paris X Nanterre. Seine Beziehung zu Frankreich wurde durch ein Zusatzstudium an der ESCP-EAP (heute ESCP Europe) Business School in Paris vertieft.
Seit 2008 ist Herr Hager Geschäftsführer der Hager Group. Das Familienunternehmen, das als europäisches Unternehmen (Societas Europaea, SE) gegründet wurde, unterhält mehrere Standorte in Frankreich.


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Bénédicte Savoy wurde 1972 in Paris geboren. Sie studierte Germanistik an der École Normale Supérieure, bevor sie 1996 ihr Studium abschloss. Nach ihrer Tätigkeit in Berlin als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Marc Bloch Center promovierte und habilitierte sie in Deutschland.
Seit 2009 ist Frau Savoy Professorin für Kunstgeschichte an der Technischen Universität Berlin (TU).


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